Wir legen los im Labor: Mit Jack Pott!

Jack Pott aus Bad Schwartau stehen mit ihrem Beitrag "Alle meine Freunde" im Labor. Im Labor findet ihr alle neuen Bewerber mit Texten, die ins Plattdeutsche übersetzt werden. (Mehr erfahren)

Plattbeats Eröffnungsfeier in der Pumpe

Der Startschuss ist gefallen! Am 19. Oktober lud das Zentrum für Niederdeutsch in Holstein in die Kieler Pumpe ein, um die Eröffnung von Plattbeats 2020 zu feiern. Am Ort des letztjährigen Finales entfaltete sich eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre. Plattbeats_Eröffnung1920_191019-19 (c) PBKleine Häppchen und ein Glas Wein, kuschelige Sofas und urtümlich-charmante Tischlampen luden zum gemeinsamen Plausch und geselligem Zusammenkommen alter und neuer Plattbeats-Freunde ein, während nur ein Stockwerk höher eine wilde Techno-Party tobte. Im Zentrum der Veranstaltung stand der berühmte Platt-Dichter Klaus Groth, der 2019 seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte.

Natürlich braucht ein Abend im Rahmen von Plattbeats vor allem Musik – und davon gab es wahrhaftig reichlich. Als sich der Vorhang der kleinen Bühne zum ersten Mal öffnet, steht dahinter Die Tüdelband, die den Wettbewerb schon seit langer Zeit in vielfältiger Form begleitet und sich mittlerweile nicht mehr nur in der plattdeutschen Szene einen Namen gemacht hat. Das Duo eröffnete den Abend mit zwei seiner wohltuenden Pop-Songs. Nach einigen Grußworten von Plattbeats-Schirmherr Thorsten Börnsen, in denen vor allem die Würdigung Klaus Groths den zentralen Angelpunkt stellte, trat Plattbeats-Rapper LPP 143 auf und vertonte ein Werk von ebenjenem Dichter im Sound modernen Hip-Hops. Beeindruckend, wie sich ein fast zwei Jahrhunderte altes plattdeutsches Gedicht derartig interpretieren lässt!

Den multidisziplinären Ansatz des Abends betonte Nikos Saul, der bei der letzten Plattbeats-Ausgabe noch mit der 1918 Hafenbande teilgenommen hatte und nun sowohl selbstgeschriebene als auch Groth-Texte als Poetry Slam vortrug. Dass Platt und Hochdeutsch sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, betonte er zu Beginn seines Auftritts: „Wir beginnen mit einer unangenehmen Wahrheit: Klaus Groth hat auch Gedichte auf Hochdeutsch geschrieben.“ Und noch eine viel ungleichere Kombination ging an diesem Abend auf: Jan Marxsen kombinierte ein Klaus-Groth-Werk mit nebeligen Ambient-Sounds. Er sorgte dadurch für den wohl atmosphärischsten Augenblick des Events.

Nachdem Die Tüdelband sich noch mit zwei weiteren Songs verabschiedete, war der offizielle Teil des Abends vorbei. Nach Hause musste man deswegen aber noch lange nicht gehen. Das weiterhin geöffnete Buffet lud zum gemeinsamen Austauschen mit neuen und alten Bekannten ein, eine angenehme Gesprächsatmosphäre erfüllte die Pumpe noch lange dem Verklingen des letzten Akkords.Die schönste Erkenntnis des Abends: Platt bringt Menschen zusammen und Plattbeats lässt die Platt-Community stetig wachsen. Die 2020er-Ausgabe kann also wieder nur großartig werden!

NDR 1 Welle Nord - Lornz Lorenzen berichtet von der Eröffnungsfeier

Unter dem Titel "Pumpe Kiel: Plattbeats 3.0" berichtet Lornz Lorenzen von der Plattbeats Eröffnungsfeier in der KIeler Pumpe. Hier könnt ihr nicht nur in die Eröffnungsfeier reinhören, sondern erfahrt auch noch, warum sich das Mitmachen ganz besonders lohnt!

Quelle: NDR (https://www.ndr.de/wellenord/sendungen/plattdeutsch/Pumpe-Kiel-Plattbeats-30,plattleevt400.html)

Bewerben bis 25.03.2020!

Plattbeats ist der größte plattdeutsche Songcontest für junge Amateurmusiker aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein. Bands und Solo-Musiker - Egal, ob Newcomer oder alte Hasen - im Alter zwischen 15 und 30 Jahren können sich bei uns bewerben. Die Bewerber-Songs können auf Plattdeutsch, Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Bei der Übertragung ins Plattdeutsche helfen wir Euch.

Mit Preisen im Wert von 1200 Euro geht es am 25. April 2020 im legendären Hamburger LOGO um den Titel von Plattbeats 2020. Egal ob ihr alleine oder als Band performen wollt, Punk, Rap oder Smooth-Jazz macht: Wir freuen uns auf die Einsendung Eurer Songs und Euer Mitmachen. Anmelden könnt ihr Euch bis zum 25.03.2020.

Dass Plattdeutsch und Eure Mukke zusammenpassen, wurde beim Finale 2019 in der Kieler PUMPE eindrucksvoll bewiesen. Zehn Bands und Acts haben sich der Herausforderung gestellt und ihren Song op Platt performt. Einen Eindruck von den Songs und unseren Teilnehmern 2019 bekommt ihr hier.

How to "plattbeats"? So geht das Mitmachen.

Muss mein Song bereits auf Plattdeutsch sein, um mitmachen zu können? Plattdeutsch kenne ich eigentlich nur von meinen Großeltern - kann ich mitmachen, ohne dass unser Drummer "native Spreker" ist? Was ist Plattbeats überhaupt?

Bei Plattbeats erbringen wir mit Euch zusammen den Beweis dafür, dass Plattdeutsch und "moderne Musik" echt gut zusammen passen können.

Schritt 1: Ihr schickt uns über unser Kontaktformular oder an unsere Mailadresse info@plattbeats.de eine Audiodatei in beliebiger Sprache mit eurem Song.
Außerdem freuen wir uns auf eine Kontaktmöglichkeit, ein Bandfoto (mind. 300 ppi) und eine "Presseinfo".

Schritt 2: Euer Song und Eure Bandinfos werden im "Labor" auf unserer Homepage und unseren Social-Media-Seiten präsentiert.

Schritt 3: Hinter den Kulissen werkeln unsere "Platt-Profis" mit Euch zusammen an der plattdeutschen Text-Version von eurem Song. Wir helfen Euch beim plattdeutschen Text und mit der Aussprache, zum Beispiel einfach durch eine Audiodatei oder ein persönliches Treffen.

Schritt 4: Nehmt eine plattdeutsche Version von Eurem Song auf und schickt uns die Audiodatei. Für den Song geht´s dann weiter in die Kategorie "Contest". Das bedeutet für euch nicht nur, eine coole Version eures Songs auf Platt zu haben, sondern außerdem die Chance diesen am 25.04.2020 im Hamburger LOGO live zu performen.

Schritt 5: Ihr spielt am 25.04.2020 auf der Bühne im Hamburger LOGO euren plattdeutschen Song beim Plattbeats-Songcontest Finale und erhaltet die Chance auf Instrumentengutscheine im Wert von 1200 Euro!!

Freut Euch auf ein spannendes Projekt, neue Kontakte in der norddeutschen Musik-Szene und verbindet Euch mit anderen Musikern. Kein "pay-to-play" sondern Spaß haben bei etwas völlig Neuem!

 

Die Jury des Jahres 2019 bestand aus dem niederländischen Liedermacher und Sprachaktivisten Bert Kamping, der niederdeutsch-friesischen Singer-Songwriterin Norma Schulz und Ulrike Stern vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik an der Uni Greifswald.